| Gemeinsam
mit AUTOSTADT-Führungskräften wurden dazu Themen
gesammelt, daraus sechs Szenen dramaturgisch entwickelt
und diese mit professionellen und Mitarbeiter-Schauspielern
inszeniert. Moderierte Reflektion und Analyse des Erlebten
nach diesen Szenen verhalf allen jeweils etwa 50 Teilnehmern
der "Willkommenstage" zu praktischen Erkenntnissen
für die weitere Entwicklung ihres Serviceverhaltens.
Der
Ort der Inszenierung
Die neu geschaffene AUTOSTADT des Volkswagen-Konzerns in
Wolfsburg ist ein neuartiges Erlebniszentrum, in dem Kunden
die Emotionen der Marken des VW-Konzerns erfahren und zugleich
exzellenten Service und Dienstleistungen erleben können.
Herzstück des Autostadt-Geländes ist ein KundenCenter
mit zwei gläsernen Hochregal-Türmen. Hier werden
jeden Tag bis zu 1000 Neuwagen an ihre zukünftigen Besitzer übergeben.
Darüber hinaus erleben die Besucher in acht künstlerisch
gestalteten "Marken-Pavillons" auf dem 25 ha grossen
Freigelände die acht unterschiedlichen Marken-Welten
des VW-Konzerns. In einem "AutoLab" können
sie
an anschaulichen Modellen ihre technischen Kenntnisse erweitern,
ein "ZeitHaus" präsentiert wertvolle Automobile
in ihrem historischen und sozialen Zusammenhang, eine Kinderwelt
und eine Jugendwerkstatt bieten aktive altersgerechte Gestaltungsmöglichkeiten.
Der
Anspruch auf Service-Excellenz
Den hohen Anspruch auf Service-Excellence dokumentieren das
auffällig im
Autostadt-Gelände platzierte 5-Sterne plus Hotel "The
Ritz-Carlton Wolfsburg"
sowie die sieben ebenfalls auf dem Gelände intergrierten "Mövenpick"-Restaurants.
"Center of Excellence für Service und Dienstleistungen" ist der
erklärte Geschäftszweck der AUTOSTADT GmbH. So soll beispielhaft die
neue Ausrichtung
des Volkswagen-Konzerns vom bisher produktionsorientierten
zum kundengeführten und serviceorientierten Unternehmen
demonstriert werden. Da guter Service aber
nur von Menschen für Menschen angeboten werden kann,
wurde vom Bereich
Service-Coaching der Volkswagen Coaching GmbH eine qualifizierte
Vorbereitung
aller 1200 neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konzipiert,
die neben fachlichem Training auch excellente Service-Haltung
vermittelt.
Der "Willkommenstag"
Innerhalb dieser Trainings nahm der von Gosia Schnelle inszenierte
und von Ulrich Martin Drescher moderierte "Willkommenstag" eine
zentrale Stellung ein. Hier wurden nach einleitenden Orientierungen
durch Führungkräfte der Autostadt, von Ritz-Carlton-Hotels
und Mövenpick-Restaurants in sechs inszenierten Szenen
Stationen und Erlebnisse einer dreiköpfige Besucherfamilie "Sommerfeld" in
der AUTOSTADT vorgespielt. Die Sommerfelds sind dabei professionelle
Schauspieler, die Autostadt-Rollen werden durch Autostadt-Mitarbeiter
gespielt, die sich zuvor in mehrtägigen Proben anhand
des 33-seitigen Drehbuchs auf ihre Rollen als "Industrieschauspieler" vorbereitet
hatten.
Die
Teilnehmergruppen auf den 26 Willkommenstagen waren
bunt gemischt: Vom
VW KundenCenter über die Marken-Pavillons bis zu Mövenpick-Restaurants
und
Ritz-Carlton Hotel nahmen alle in der AUTOSTADT aktiven 1200
Mitarbeiter teil.
Emotionale
Beteiligung durch Unternehmenstheater
Charakteristisch für die Aufführungen ist es, dass
schwierige Situationen im Gäste-Kontakt dargestellt
werden. Passende Live-Musik eines professionellen Pianisten
zwischen den Szenen rundet das Erlebnis ab.
Die sechs Theater-Szenen dienen dabei der Situations-Analyse;
die nachfolgenden Moderationen regen dann die Reflektion über
das Erlebte an und dienen der Entwicklung konkreter Massnahmen
durch alle Teilnehmer. Durch die Beteiligung von Autostadt-Mitarbeitern
an den Szenen entsteht eine enge Identifikation mit der geforderten
neuen Service-Orientierung und ein leichterer Übergang
in die
gewünschte Dienstleistungs-Praxis. Gleichzeitig bildet
sich so über die insgesamt 26 Aufführungstage eine
ausstrahlungsstarke Kerngruppe im Unternehmen heraus, die
auch weiterhin als Multiplikatoren die neue Service-Haltung
ausstrahlen.
Optimaler
Lernerfolg durch moderierte Begleitung und Aufbereitung
Entscheidend für den erfolgreichen Transfer der Inszenierungen
in die Allltagspraxis
ist die systemisch-orientierte Begleitung und Aufbereitung
durch interaktionelle Gruppenmoderation. Alle Teilnehmer
der "Willkommenstage" werden dabei zur Reflektion
des Erlebten und zur Entwicklung eigener Service-Orientierungen
aufgefordert. In mehreren, parallel moderierten Szenarien
beraten am Nachmittag der "Willkommenstage" die
jeweils etwa 50 Teilnehmer über das noch zu Lernende
- und das möglichst im eigenen Verhalten noch zu Verändernde.
Sie vereinbaren gemeinsam präzise kleine Schritte in
Ihrer eigenen Funktionsgruppe, um den AUTOSTADT-Besuch für
jeden Gast zu einem begeisternden Erlebnis zu machen.
So
gelang es bei den Willkommenstagen der AUTOSTADT beispielsweise,
Credo und Grundsätze der "Ritz-Carlton"-Hotels
als Orientierung für Service-Excellence bei allen
MitarbeiterInnen der AUTOSTADT zur verankern.
Charakteristisch
für die Moderation war es, bewusst keinen "Willkommenstag" gleich
wie die anderen zu inszenieren, sondern die Dramaturgie
situativ an die jeweils unterschiedliche Teilnehmerzusammensetzung
anzupassen.
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